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ADS-Delegiertentagung 2025 in Siegburg:Über inhaltliche und berufsständischen Frangen ausgetauscht

Die ADS Delegierten mit Kardinal Rainer Maria Woelki
Datum:
Veröffentlicht: 22.1.25
Von:
Klaus Probst

,,Nein, das mache ich gerne selber“, so die Aussage vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, als er gefragt wurde, ob einer der Weihbischöfe mit den Delegierten der ADS anlässlich ihrer Jahrestagung in Siegburg einen Gottesdienst feiern würde. So kam es dann auch, und der Kardinal blieb danach auch noch —zu Begegnung, Gespräch und Abendessen. Den ganzen Tag über hatten sich die Vertreterinnen und Vertreter der nordrhein-westfälischen Fachgruppe Sakristane, der österreichischen und der süddeutschen Mesnerverbände, inhaltlich über berufsständische Fragen ausgetauscht. Schwerpunkt war dabei wieder einmal die Frage, wie sich der gesellschaftliche Wandel, in dem Kirche eine immer unbedeutendere Rolle spielt, auf die Kirchen und damit auch auf den Mesnerberuf auswirken wird. Professor Dr. Alexander Saberschinsky, Liturgiereferent der Erzdiözese Köln, gab dazu Impulse, unter anderem auch, wie Gottesdienste ohne Priester ansprechend gestaltet werden könnten und was sich Menschen in heutiger Zeit von einem Gottesdienstbesuch erwarten. Gute Nachrichten gab es aus Österreich zu berichten: Gerade die Diözese Linz ist sehr bemüht, die Heiligsprechung des seligen Mesnerkollegen Franz Jägerstatter voranzubringen. Bundesvorsitzender Martin Salzmann: ,,Der Prozess ist auf einem guten, hoffnungsvollen, aber noch länger andauerndem Weg. Bedauerlich ist in diesem Zusammenhang, dass dadurch der Seligsprechungs-Prozess für Franziska Jägerstätter etwas vernachlässigt wird.“ Ein Weiterer Schwerpunkt der ADS (Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Sakristanenverbände) ist immer auch die Aus- und Weiterbildung der Kolleginnen und Kollegen. So hat man vereinbart, heuer wieder ein Treffen aller Mesnerschulen im deutschsprachigen Raum zu organisieren, um gegenseitige Erfahrungen auszutauschen und gegebenenfalls neue gemeinsame Schulungsinhalte zu erarbeiten. Freudig wurde in diesem Zusammenhang festgestellt, dass das vor etwa 20 Jahren von der ADS erarbeitete und herausgegebene Buch ,,Der Sakristanendienst“ sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut und wertvolle Dienste in der Mesnerausbildung leistet. Nicht alltägliche Einblicke erhielten die Delegierten tags darauf bei der Besichtigung im Haus der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn. Auch vom Besuch des Bonner Münsters waren viele sichtlich beeindruckt. ADS-Vorsitzender Klaus Probst (Diözese Augsburg) dankte den Organisatoren Michael Heyrichs und Ralph Hövel für die gute Vorbereitung der Tage und die Gastfreundschaft. Den Teilnehmenden dankte er für das gute, kameradschaftliche Miteinander und den fruchtbringenden gegenseitigen Austausch. Namentlich nannte er Präses Msgr. Dr. Walter Juen aus Rankweil, der es immer meisterhaft versteht, der Versammlung tiefgehende geistliche Impulse zu vermitteln. Mit der Vorfreude auf die Tagung 2026, die im süddeutschen Raum stattfinden wird, ging die dreitägige Zusammenkunft zu Ende.