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ADS-Delegiertentagung 2026 in Sankt Ottilien:Wertvoller Austausch

Gruppenfoto in Andechs
Datum:
Veröffentlicht: 22.1.26
Von:
Klaus Probst

Ein Ort der Abgeschiedenheit und Stille war heuer Treffpunkt für die Delegiertentagung der deutschsprachigen Sakristanenverbände: die süddeutsche Mesner-ARGE hatte als Ausrichterin Mitte Januar nach St. Ottilien eingeladen. Es war das richtige Umfeld, um den Zustand der ADS zu beleuchten Problemfelder anzusprechen und nach Lösungen zu suchen. In einer Zeit des Umbruchs in der Kirche muss sich auch die ADS erneuern. Auch hier gilt nämlich: knapper werdende Finanzen und immer weniger Menschen, die sich in der Verbandsarbeit engagieren wollen. Am Ende aber waren sich die Delegierten einig: es lohnt sich, sich für den Fortbestand der ADS einzusetzen. Vorsitzender Klaus Probst resümiert: „Es ist wie bei einem Familientreffen. Manchmal kommen mehr zu den Treffen, manchmal weniger, weil andere Dinge wichtiger sind. Aber wenn man sich trifft, ist es immer eine Freude. So ist es auch in der ADS.“

Wie immer kam bei der Tagung auch der gegenseitige Austausch über die Aktivitäten der einzelnen Verbände zur Sprache. So erzählten zum Beispiel die Österreicher von ihrer Bundeswallfahrt im Sommer nach Wien und freuten sich, dass diese ein voller Erfolg war.

Das Schulleitertreffen der deutschsprachigen Ausbildungskurse wurde ebenfalls reflektiert. Dieses Format, das im Juni 2025 in Würzburg stattfand, soll so beibehalten werden, weil alle Teilnehmenden wertvolle Anregungen aus den anderen Schulen mitnehmen konnten.

Einen breiten Raum nahm bei der ADS-Tagung die Vorstellung der jeweiligen Standesorgane ein. Zur Präsentation des süddeutschen „Katholischen Mesner“ war eigens Redakteurin Gerlinde Knoller angereist. Sie gab aus journalistischer Sicht wertvolle Tipps und Hinweise, wie die Mesnerhefte die ohnehin hohe Qualität noch steigern können.

Weiterhin sei man in der ADS auch bemüht, die Verehrung des Seligen Franz Jägerstätter, eines Berufskollegen, und seiner Frau Franziska hoch zu halten. In diesem Zusammenhang hatte Ehrenvorsitzender Martin Salzmann eine traurige Nachricht mitgebracht: Maria Dammer, jene Tochter der Jägerstätters, die mit den Mesnerverbänden Kontakt hielt, ist kürzlich verstorben.

ADS-Präses Msgr. Walter Juen verstand es erneut, die Delegierten durch ein fachlich fundiertes, hervorragendes geistliches Impulsreferat in die Tagung einzustimmen und zum Nachdenken zu bringen. Auch einem in der Ottilienkapelle gemeinsam gefeierten Gottesdienst stand er vor.

Am kulturellen Tag führte die Delegierten der Weg zunächst in das Carl-Orff-Museum nach Diessen, dann auf den „Heilgen Berg“ nach Andechs zur mittäglichen Einkehr. Am Nachmittag erkundete man Landsberg. Für viele interessant war das Paramentehaus, durch das Stadtpfarrmesner Thorsten Poth fachkundig führte. Ein festliches Abendessen rundete den Ausflugstag ab. Vorsitzender Klaus Probst nutzte dieses Ambiente nicht nur, um Dankesworte zu sprechen, sondern auch, um Ralph Hövel aus der ADS zu verabschieden. Hövel war Mesner, Kirchenmusiker und Leiter der Mesnerschule für die Bistümer Köln und Aachen. Von 1984 bis 2000 war er nordrhein-westfälischer Landesvorsitzender der Fachgruppe Sakristane im Zentralverband der Kirche Deutschlands und auch einige Jahre stellvertretender Vorsitzender der ADS. Nun trat Ralph Hövel in den Ruhestand und verabschiedete sich damit auch aus der ADS. Probst dankte Ralph Hövel für sein vielfältiges Wirken und sein  herausragendes Engagement in der ADS. Er überreichte ihm eine CD mit geistlicher Musik und ein Buchgeschenk.